Der Schweizer Tourismus ist weltweit führend

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Alle zwei Jahre führt das World Economic Forum gemeinsam mit Booz & Company eine weltweite Tourismus-Studie durch. Dabei werden 140 Staaten nach ihrer Wettwewerbsfähigkeit im Bereich Reise und Tourismus analysiert. Es geht dabei unter anderem um die Bereiche Sicherheit, Gesundheit, Infrastruktur, Preisgestaltung, Kultur und Umweltschutz.

Schweizer Alpen

Das Ranking der europäischen Staaten

Europa kann, wie auch schon bei der letzten Studie 2011 wieder den ersten Platz unter den Kontinenten erzielen. 13 europäische Länder liegen unter den Top 20 und die ersten 5 Plätze gehen an die Schweiz, Deutschland, Österreich, Spanien und Grossbritannien. Sie profitieren besonders von kulturellen und landschaftlichen Ressourcen aber genau so sehr auch von ihrer weit entwickelten Infrastruktur und der Sicherheit, die den Touristen wie den Einheimischen geboten werden kann. Trotzdem ist der Wettbewerb hart und auch aussereuropäische Staaten liegen gut im Rennen.

Die steigende Bedeutung des Tourismus für das Wirtschaftswachstum

Immer mehr Länder erkennen die Bedeutung des Tourismus für Wachstum und Beschäftigung und entwickeln ganz gezielt die Reisebranche. Selbst Entwicklungsländer oder von Naturkatastrophen oder politischen Umbrüchen betroffene Staaten können mit gezielten Strategien den Tourismus fördern. Ein Beispiel dafür ist Japan, dass trotz der Nachwirkungen der Fukushima Katastrophe vom Platz 22 auf Platz 14 steigen konnte, oder Armenien, dass einen Sprung von Platz 90 auf Platz 79 schaffte. Naturschutz und Nachhaltigkeit fördern den Tourismus ebenso sehr und sind in manchen Weltgegenden entscheidend für den allgemeinen Fortschritt. Tatsächlich kann ein stabiler Tourismus-Sektor gerade für manche Länder zur ökonomischen Schicksalsfrage werden.

Die Entwicklung des Schweizer Tourismus

So erfreulich der gehaltene erste Platz im Ranking der Wettbewerbsfähigkeit der Tourismus-Industrie auch ist, auf dem Lorbeeren ausruhen kann unser Land sich nicht. Der Vorsprung zwischen den Spitzenreitern wird immer geringer und es ist sehr schwer, den deutlichen Nachteil höherer Preise (hier liegt die Schweiz auf Platz 139 von 140) mit den Vorteilen auf anderen Gebieten wettzumachen. Die Stärken unseres Landes und unserer Tourismusindustrie müssen nachhaltig und gezielt ausgebaut werden. Kurzfristig wirkende Strukturerhaltungsmassnahmen dürften nicht zielführend sein.

Bildquelle: berggeist007  / pixelio.de